Ein Zuhaus

Das Alexihaus will, über die bloße Unterkunft hinaus, Lebenshilfen und Lebensqualität anbieten.   

  • Das Angebot deckt sich im Großen und Ganzen mit dem der Herberge
  • Wir bieten Unterkunft und Betreuung für 58 wohnungslose Männer
  • Eine Besonderheit sind spezielle Wohneinheiten für alkoholabstinente, ältere und berufstätige Bewohner 
  • Ein angemieteter Viaduktbogen dient als "Wohnzimmer" für Freizeitaktivitäten etc.

1992 wurde im ehemaligen Kolpinghaus die Winterschlafstelle (WIST) eröffnet. Ursprünglich sollte die Winterschlafstelle nur ein einmaliges Winterprojekt geführt werden. Aus dem "Sechs-Monate-Projekt" wurde eine Dauereinrichtung. Nach dem Aus- und Umbau des Standortes folgte ein neuer Name: ALEXIHAUS. 

Das Haus ist nach dem Schutzpatron der Obdachlosen benannt und bietet nunmehr Platz für 58 Bewohner, die in Ein- bis Dreibettzimmer wohnen. Gemeinschaftsräume, eine Küche, eine Wäscherei und seit 2004 ein Viaduktbogen ergänzen das Haus.
Das Alexihaus bietet den Obdachlosen einen Platz, an dem sie akzeptiert werden wie sie sind und wo man speziell auf deren Bedürfnisse reagiert.

Das Alexihaus kann bis zu 58 Männer beherbergen und betreuen. Die Bewohner bleiben meist längere Zeit im Haus - einige haben inzwischen im Alexihaus ein Zuhause gefunden. Die Aufenthaltsdauer ist bei diesen Fällen unbefristet. Außer der Unterkunft erhalten die Bewohner zweimal am Tag ein warmes Essen, welches in der hauseigenen Küche zubereitet wird.

Die Reinigung des Hauses erfolgt größtenteils duch die Hausbewohner selbst. Ein Bewohner ist für die Wäscherei zuständig, in der die Wäsche der Hausbewohner gewaschen wird. Ziel dieser Arbeitsprojekte ist die Schaffung von Tagesstruktur sowie die Förderung von Eigeninitiative und Mitverantwortung. Im Rahmen des so genannten "Freizeitclubs" werden regelmäßig gemeinsame Aktivitäten im und außer Haus durchgeführt.

Während im gesamten Haus Alkoholverbot gilt, ist das Konsumieren von leichten alkoholischen Getränken (Bier und Wein) im angemieteten Viaduktbogen erlaubt. Besonders für die kalte Jahreszeit wurde dadurch eine wichtige Nische geschaffen. Der Bogen wird aber auch für die Freizeitgestaltung (Leinwand, Darts, Tischfußball) genützt. An jedem letzten Sonntag im Monat findet im Viaduktbogen auch eine Messe statt.

Für Bewohner, welche kein Alkoholproblem haben, die gerade nichts trinken oder eine Therapie versuchen, aber auch für Berufstätige oder Einzelfälle mit besonderem Hintergrund sind die Wohneinheiten im 3. Stock vorgesehen. Dort befinden sich hauptsächlich Doppelzimmer, die mit einer Kochnische und Dusche/WC ausgestattet sind. Duch eigene Haustürschlüssel sind die Bewohner des 3. Stockes nicht an die Schließzeiten des Hauses gebunden. Perspektiven wie Arbeit, Therapie, Wohnung etc. und ein gewisses Maß an Selbstständigkeit sind dort die Grundvoraussetzungen.